Verkehrsmuseum Lindau

Der Standort

Ein Museum in einmaliger Lage

und in Denkmal-geschützten Gebäuden

Das Museum soll direkt am Seehafen im Bereich des Inselbahnhofs entstehen. Die für das Museum angedachten Gebäude stehen unter Denkmalschutz.

 

C Stellwerk Gleis 8

Lokleitstelle BW Lindau

D Gleispark

Standorte Verkehrsmuseum Lindau

 

B Empfangsgebäude

E Mangturm

D Trajektmole und Leuchtturm


 

A Als auptstandort des Museums sind die Backsteingebäude des ehemaligen Bahnbetriebswerks angedacht. Hier können die historischen und technischen Gegebenheiten des Bahnverkehrs  sowie seine Auswirkungen auf die Stadt-, Wirtschafts- und Sozialentwicklung dargestellt werden. 

 

B Auch das historische Bahnhofsgebäude wäre ein idealer Standort für ein Lindauer Verkehrsmuseum. Weitere Nutzungen wie Gastronomie, Einzelhandel, Kultur, Bildung, Reisezentrum, Dienstleistungen und Wohnen sind entscheidend für die städtebauliche Entwicklung des Inselbahnhofs und der Altstadt.   

 

C  Das derzeit noch in Betrieb befindliche Stellwerk an Gleis 8 kann nach Modernisierung des Bahnhofs Teil des Museums werden, ebenso das Befehlsstellwerk an der Thierschbrücke.   

 

D Die großteils noch von der DB genutzten Gleisanlagen an der Eilguthalle sollen im Südteil nach Aufgabe zu einer öffentlichen Parkanlage umgestaltet werden. Dabei sollte die historische Bahnnutzung durch eine entsprechende Freiraumgestaltung zum Ausdruck kommen. Zusätzliche Schau- und Informations­tafeln erklären die frühere Funktion dieser Bereiche. Zur Eilguthalle könnte ein betriebsfähiges Gleis für die zeitweilige Abstellung von Dampflokomotiven und historischen Waggons erhalten bleiben.

 

E Der Mangturm als ältestes Bauwerk des Seehafens (ehemaliger Leuchtturm von 1200) kann wieder für Besucher geöffnet werden. Mittels Schiffsmodellen und anderen Exponaten sollen Informationen zum Seehafen vermittelt werden.

 


Das städtebauliche Umfeld des Museums

Im Umfeld des Museums sehen wir eine moderate Bebauung in Form raumbildender Baukörper für sinnvoll. Entscheidend sind die Freihaltung und der Erhalt des solitären Charakters des stadtbildprägenden Bahnhofsgebäudes. Auch der zentrale Kreuzungspunkt der Blick- und Bewegungsachsen im Bereich der Bahnhofshalle sollte von Bebauung frei bleiben, damit er seine Funktion als „Drehscheibe“ für den Fußgängerverkehr erfüllen kann. Die aktuellen Planungen der Stadt Lindau sehen allerdings die komplette Überbauung der Gleisanlagen vor und negieren damit den historischen Ansatz. Die derzeit noch erlebbare räumliche-funktionelle Verbindung zwischen Inselbahnhof und Seehafen würde völlig zerstört. Auch das frühere Bahnbetriebswerk am Schützinger Weg würde mit den neuen Bauwauartieren komplett vom historischen Empfangsgeböude isoliert werden. Die historische Fußgängerbrücke, die noch aus der Zeit des ersten Bahnhofs von 1853 stammt, wird demnächst abgebrochen. 

 

"Außenstellen" des Museums

Auf der Insel und auf dem Festland in Aeschach und in Reutin bestehen weitere historische Kunstbauten, Bahneinrichtungen und Gebäude, die früher wichtige Funktionen zur reibungslosen Abwicklung des Bahnverkehrs hatten (und teilweise auch heute noch haben):

* Fußgängersteg Inselbahnhof

* Stellwerke im Inselbahnhof

* Eisenbahndamm Bodensee

* Schrankenposten Bahnübergang Holdereggenstraße im Stil der 1960er Jahre

* Stellwerke im ehemaligen Güterbahnhof Reutin

* Bahnverwaltungsgebäude Ladestraße (unter Denkmalschutz)

Über einen Bahnerlebnisweg entlang der Bahntrasse können diese Bauwerke und Gebäude fuß­läufig von der Insel erreicht  werden. Weitere Verkehrserlebniswege sind denkbar am Seehafen zur Alten Werft sowie entlang der Bahntrasse nach Bodolz bis Schönau (Rampe Hoyer­berg, früherere Bahnhalte Bodolz und Schönau, Blockstelle Taubenberg).

1910: Poststeg (erbaut 1880)

Stellwerk Thierschbrücke

Eisenbahndamm Bodensee