Verkehrsmuseum Lindau

Der Standort

Ein Museum in einmaliger Lage

und in Denkmal-geschützten Gebäuden

Das Museum soll direkt am Seehafen im Bereich des Inselbahnhofs entstehen. Die für das Museum angedachten Gebäude stehen unter Denkmalschutz. Herauszustellen ist, dass die historischen Technik-Gebäude und Anlagen nicht nur erhalten, sondern in ihrer ursprüngli­chen Funktion teilweise sogar noch in Betrieb sind. Sofern die Anlagen bereits abge­rissen sind (Trajektrampe mit Gleis­trassen, Lokschuppen mit Drehscheibe), so sind zumindest deren Stellen nicht unwieder­bringlich verbaut, so dass sie mit entsprechender Freiraumgestaltung und Dokumentation wieder erlebbar gemacht werden können.

 

C Stellwerk Gleis 8

Lokleitstelle BW Lindau

D Gleispark

Standorte Verkehrsmuseum Lindau

 

B Empfangsgebäude

E Mangturm

D Trajektmole und Leuchtturm


 

A Hauptstandort des Museums sind die Backsteingebäude des ehemaligen Bahnbetriebswerks (ehemalige Lokleitstelle).   Hier sollen vor allem die historischen und technischen Aspekte des Bahnverkehrs  sowie seine Auswirkungen auf die Stadt-, Wirtschafts- und Sozialentwicklung dargestellt werden. 

 

B Im historischen Bahnhofsgebäude sind weitere Abteilungen des Museums denkbar, zum Beispiel Reisekultur und Kunst. Weitere Nutzungen wie Gastronomie, Einzelhandel, Kultur, Bildung, Reisezentrum, Dienstleistungen und Wohnen sind entscheidend für die städtebauliche Entwicklung des Inselbahnhofs und der Altstadt.   

 

C  Das derzeit noch in Betrieb befindliche Stellwerk an Gleis 8 kann nach Modernisierung des Bahnhofs Teil des Museums werden. Die technische Ausstattung ist original vorhanden.    

 

D Die Gleisanlagen an der Eilguthalle werden im Rahmen der Landesgartenschau 2021 als öffentliche Parkanlage angelegt. Dabei muss die historische Bahnnutzung gestalterisch zum Ausdruck kommen. Zusätzliche Schau- und Informations­tafeln erklären die frühere Funktion dieser Bereiche. Zur Eilguthalle soll ein betriebsfähiges Gleis für die zeitweilige Abstellung von Dampflokomotiven und historischen Waggons erhalten bleiben.  An der früheren Trajektmole kann der historische Trajektfährverkehr dargestellt werden.   

 

E Der Mangturm als ältestes Bauwerk des Seehafens (ehemaliger Leuchtturm von 1200) kann wieder für Besucher geöffnet werden. Mittels Schiffsmodellen und anderen Exponaten sollen Informationen zum Seehafen vermittelt werden.

 


Das städtebauliche Umfeld des Museums

Im Umfeld des Museums sehen wir eine moderate Bebauung in Form raumbildender Baukörper für sinnvoll. Entscheidend sind die Freistellung und der Erhalt des solitären Charakters des stadtbildprägenden Bahnhofsgebäudes. Auch der zentrale Kreuzungspunkt der Blick- und Bewegungsachsen im Bereich der Bahnhofshalle muss von Bebauung frei bleiben, damit er seine Funktion als „Drehscheibe“ für den Fußgängerverkehr erfüllen kann. (Zu Zeiten des ersten Inselbahnhofs befand sich hier eine Drehscheibe für Lokomotiven.)

 

"Außenstellen" des Museums

Auf der Insel und auf dem Festland in Aeschach und in Reutin bestehen weitere historische Kunstbauten, Bahneinrichtungen und Gebäude, die früher wichtige Funktionen zur reibungslosen Abwicklung des Bahnverkehrs hatten (und teilweise auch heute noch haben):

* Poststeg Inselbahnhof

* Stellwerk an der Thierschbrücke

* Eisenbahndamm Bodensee

* Schrankenposten Bahnübergang Holdereggenstraße im Stil der 1960er Jahre

* Stellwerk Bahnübergang Bregenzer Straße   (unter Denkmalschutz)

* Stellwerk Güterbahnhof Reutin (unter Denkmalschutz)

* Bahnverwaltungsgebäude an der Ladestraße (unter Denkmalschutz)

 

Über einen Bahnerlebnisweg entlang der Bahntrasse können diese Bauwerke und Gebäude fuß­läufig von der Insel erreicht  werden. Weitere Verkehrserlebniswege sind denkbar am Seehafen zur Alten Werft sowie entlang der Bahntrasse nach Bodolz bis Schönau (Rampe Hoyer­berg, früherere Bahnhalte Bodolz und Schönau, Blockstelle Taubenberg).

1910: Poststeg (erbaut 1880)

Stellwerk Thierschbrücke

Eisenbahndamm Bodensee