Verkehrsmuseum Lindau

Das Museumskonzept


Blick zurück und in die Zukunft

In dem von uns projektierten Verkehrsmuseum soll die Lindauer Geschichte der Eisenbahn und der Dampfschifffahrt dargestellt werden. Verkehrsgeschichte ist zugleich auch Kultur­geschichte, Sozial-, Wirtschafts-, Industrie- und Technikgeschichte. Die historische Entwicklung der Stadt Lindau und ihres Einzugsgebietes ist maßgeblich von Bahn und Schifffahrt geprägt. Das Verkehrsmuseum Lindau soll aber nicht nur rein historisch in die Vergangenheit gerichtet sein. Vielmehr will es über das Wissen von der Vergangenheit den Blick auf Gegenwart und Zukunft schärfen. Daraus ergibt sich ein kla­rer Bildungsauftrag: Was war Mobilität, was ist sie heute und wie wird sie in der Zukunft sein?



Das Museum als offenes Forum

Das Museum soll ein offenes Forum zur Diskussion und Behandlung eines der größten Themen unserer Zeit, der Mobilität, werden. Die Auseinandersetzung trägt dazu bei, die aktuellen Probleme der Verkehrs- und Stadtentwicklung sachgerecht zu thematisieren und nach­haltige Lösungen für zeitgemäße Verkehrsformen anzudenken und zu disku­tieren. Das neue Verkehrsmuseum versteht sich somit als moderner Ort der Bewahrung einerseits und als offener und besucherfreundlicher Ort des diskursiven Erfahrens andererseits. Durch interdisziplinären Umgang können auch kritische und bei­spielsweise von Künstlern inspirierte Fragestellungen zu ihren Inhalten darge­stellt werden. Ein solches Museum beginnt beispielsweise dann zu leben, wenn mit Dampfloks bespannte Sonderzüge den Inselbahnhof anfahren und die Fahrgäste unmittelbar vom Zug auf das historische Dampfschiff Hohentwiel wechseln.

 

                                                            

 

18 478 vom Bayerischen Eisenbahnmuseum Nördlingen im Bahnhof Lindau


Ein modernes Museum für alle

Aufgabe muss es sein, alle Altersgruppen und Bildungsschichten für das Thema Mobilität zu sensibilisieren und Unterstützung bei der individuellen Meinungsbildung zu leisten. Dabei ist für Familien besonders das gemeinsame Erfahren, Lernen und Spaß haben zu betonen. Museumspädagogische Kon­zepte können ab einem Alter von drei Jahren umgesetzt werden. Die angestrebte Präsentation des Verkehrsmuseums Lindau muss den heute üblichen Standards hinsichtlich Qualität, Didaktik und Medieneinsatz folgen. Sie soll besucherfreundlich, verständlich und faszinierend sein und zum Schauen, Staunen und Entdecken einladen. Zugleich muss das Museum ein „Museum zum Anfassen sein“, das möglichst viele unterschiedliche Besuchergruppen begeistert und für ein wichtiges Thema sensibilisiert. 

 

                                                         

Kinderpädagogik im Zeppelin Museum Friedrichshafen


Museumsverbund Euregio Bodensee

Ein Verkehrsmuseum Lindau wäre in der Euregio Bodensee eine hervorragende Ergänzung der inter­nationalen Museumslandschaft, die sich in den letzten Jahren im­mer mehr Richtung Technik- und Mobilitätsgeschichte entwickelt hat. Zu­sammen mit dem Zeppelin Museum und dem Dornier Museum Friedrichshafen, dem Locorama Romanshorn und dem Seemuseum Kreuzlingen kann der Luft-, Schienen- und Was­serverkehr der Bodenseeregion in umfassender Weise dargestellt werden. Dies wäre in Europa einzigartig!   

 

Museumsverbund Ludwig-Süd-Nord-Bahn

                                                          


An der Ludwig-Süd-Nord-Bahn bestehen mit dem Bayerischen Eisenbahn­museum Nördlingen und dem Deutschen Dampflokomotiv Museum (DDM) in Neuen­markt zwei bedeutsame Eisenbahn-Museen. Mit einem Verkehrsmuseum in Lindau kann diese Museumslandschaft am südlichen Endpunkt der Strecke vervollständigt wer­den. In Kooperation mit Nördlingen und mit Neuenmarkt könnte die Geschichte der historischen Ludwig-Süd-Nord-Bahn ganzheitlich an relevanten Bahnhöfen wieder aufleben. Mit Dampf-Sonder­zügen und entsprechenden Pauschalangeboten könnten die Besucher alle drei Standorte erleben.